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Bollywood-Story

Tauch ein in die bunte Welt von Bollywood - und tea up your day!!

Woher kommt eigentlich der Name Bollywood? Der Name ist Ende der 70er Jahre entstanden und war ursprünglich nicht wirklich nett gemeint. Das B steht für Bombay (heute Mumbai), der Stadt mit der bis heute größten Filmindustrie und den bekanntesten Stars in Indien. Mit Bollywood war also "Abklatsch" von Hollywood gemeint.

Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Bombay, damals britische Kolonialherrschaft, die ersten Filme aus dem Westen vorgeführt, allerdings nur den "Weißen". Der Begründer des indischen Kinos war Dadasaheb Phalke, der Anfang des 20. Jahrhunderts in London einigen Filmemachern über die Schultern schaute und so die ersten Filme auf Zelluloid (Geschichtslegenden und Götterhymnen) in Indien produzierte. Von Anfang an spielten im indischen Film Traditionen eine große Rolle. So soll zum Beispiel das im 19. Jahrhundert beliebte Theater der Parsi, dessen Zentrum auch in Bombay lag, einen großen Einfluss auf den indischen Film gehabt haben. Dort wurden Shakespeare-Varianten aufgeführt, die mit diversen Tanzeinlagen, Musik und viel bunten indischen Stoffen für Aufsehen sorgten.

1931 entstand der erste Tonfilm in Indien. Die Handlung wurde siebenmal durch Musik- und Tanzeinlagen unterbrochen und hatte dadurch Überlänge. Der Film hatte großen Erfolg, und so wurde der Grundstein für den Bollywoodfilm gelegt. Die Song-and-Dance- Sequenz zeichnet bis heute so gut wie alle Bollywood-Produktionen aus: Musik und Gesang spielen eine große Rolle, und von Szene zu Szene ändern sich Tanzeinlagen, Farben, Kleidung und Schauplätze.
Interessant: Meistens werden die Filme nachsynchronisiert, es gibt so gut wie keinen Originalton! In den Tanzszenen bewegen die Schauspieler den Mund zum Playback von bekannten Sängerinnen und Sängern. Sogar die Geräusche werden später zum Film hinzugefügt. Dadurch entsteht das so typische, irreale, fast märchenhafte Flair der Bollywoodfilme.

In den 50er Jahren setzten sich immer mehr Familienunternehmen in der Bollywood-Industrie durch: Bis heute haben die Stars meist mehrere Rollen gleichzeitig, vom Darsteller bis hin zur Regie und sind damit sehr erfolgreich. Ein Beispiel dafür ist Yash Chopra, der für seine Produktionen schon die wichtigsten Auszeichnungen in Indien gewonnen hat. Mit der aktuellen Romanze Veer-Zaara hat er zusammen mit Sohn Aditya wieder einen großen Hit gelandet.